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Koller und Kuhn in den Top-Ten

Am Sonntag fand in Bern das zweite Rennen der EKZ CrossTour statt. Trotz verschärfter Covid-Regelung konnte ein sicherer und interessanter Wettkampf geboten werden, welcher auch viele internationale Rennfahrer an die Startlinie lockte. Die Strecke war ähnlich wie letztes Jahr, es gab jedoch auch Neues, zum Beispiel die Schleife durch das ausgetrocknete Freibad Weyermannshaus.

18.10.2020 - EKZ CrossTour Bern



Koller & Kuhn bewiesen sich in der internationalen Quer-Elite

Trotz der regelmässigen Niederschläge in der vergangenen Woche gab es in Bern keine Schlammschlacht. Die Strecke war zu Beginn des Renntages noch etwas rutschig, wurde dann aber von Rennen zu Rennen immer griffiger und viele Fahrer entschieden sich für die Trocken-Bereifung. Was neben der richtigen Reifenwahl ebenso wichtig war, war der Start, denn nach der gut 200 Meter langen Startgeraden war die Strecke eng und es gab nicht viele Überholmöglichkeiten.

3 Schweizer in den Top-Ten

Wenn man die Startliste genau angeschaut hatte, wusste man schnell, dass dieses Starterfeld jenem eines Radquer-Weltcup ähnelte. Was aber nicht heissen soll, dass wir Schweizer uns verstecken müssen. Im Gegenteil: die jungen Schweizer Fahrer Kevin Kuhn, Timon Rüegg oder Loris Roullier wollen sich auch gegen die Grossen des internationalen Radquer-Sports behaupten. Kuhn erwischte einen sensationellen Start und führte das Feld nach der langen Start-/Zielgeraden an, Rüegg und Roullier kamen ebenfalls gut weg und klassierten sich zwischenzeitlich in den ersten zehn Positionen. Nach der ersten Runde bildete sich eine Gruppe aus ca. 12 Fahrern, bis Mitte des Rennens hielten mehrere Fahrer das Tempo sehr hoch, um die Gruppe zu verkleinern. Der Belgier Michael Vanthourenhout schaffte es dann, eine kleine Lücke aufzureissen, welche er bis ins Ziel verwalten konnte und gewann das Rennen vor Vincent Baestaens und Felipe Orts Lloret. Kuhn entfesselte in der letzten Runde seinen letzten Körner und fuhr als bester Schweizer auf Rang 7 über die Ziellinie. 

Koller fährt bis auf Rang 5 vor

Auch bei den Elite Frauen war ein hochkarätiges Feld am Start. Viele bekannte Namen wie Ellen Van Loy (BEL), Denise Betsema (NED), Sophie de Boer (NED) oder Perrine Clauzel (FRA) waren gemeldet und ihre Teilnahme versprach schon im Vorfeld ein interessantes Rennen. Nicole Koller fuhr am Samstag im Tessin an der CrossCountry Europameisterschaft, stand jedoch am Sonntag wieder an der Startlinie. Sie erwischte keinen besonders guten Start und verlor somit nach der ersten Runde schon wertvolle Sekunden auf die Podestplätze. Koller kam jedoch mit viel Schwung um die Kurven und überholte eine nach der anderen ihrer Konkurrentinnen. Der Wechsel vom Mountainbike aufs Quervelo, schien ihr keine grossen Probleme zu machen, dies merkte man an ihrem offensiven Fahrstil. Schlussendlich war Koller in der Verfolgergruppe der Podestplätze, in der letzten Runde konnte sie sich von der Gruppe absetzen und fuhr als Fünfte durchs Ziel. Mit diesem Resultat holte sie sich auch das Leadertricot in der Gesamtwertung. Alessia Bisig musste nach einigen Runden das Rennen aufgeben.

Weitere Platzierungen

Thierry Gafner, Marco Hässig, Simon Schnyder und René Wittweiler fuhren im Rennen der U19 & Amateure/Masters.
Nach dem Start stürzten zwei Fahrer vor Gafner, er wurde so eingeklemmt, dass er gezwungenermassen auch vom Velo musste. Er konnte die Fahrt zwar schnell wieder aufnehmen aber der Zug zur vorderen Gruppe war abgefahren. Dank einem guten Rhythmus konnte er Position für Position gutmachen. Gafner klassierte sich schlussendlich auf Rang 24 bei den U19 Knaben. Schnyder fuhr auf den 39. Rang und meinte im Ziel: "Trotz anhaltenden Rückenschmerzen hatte ich viel Spass und tolle Zweikämpfe auf dem schönen Rundkurs." Marco Hässig platzierte sich als 32., Wittweiler als 42.

Jana Glaus gewann das Rennen der U17 Mädchen. Schon das Rennen in Baden konnte sie für sich entscheiden. Sie ist Leaderin in der Gesamtwertung und hat schon 60 Punkte Vorsprung gegenüber der Zweiten.

Im Rennen "Cross für alle" fuhr Markus Kuriger auf Rang 12, Fabian Hofstetter auf Rang 31. Bei den Frauen fuhr Larissa Rossner ihren ersten Sieg ein und gewann mit einem Vorsprung von über einer Minute. Sie meinte: "Das Ziel war es, das Leadertricot zu holen. Dies habe ich getan und somit mein Ziel erreicht". Rossner's nächster Schritt wird eine Lizenz sein, gibt sie bekannt.

Am Samstagmittag fand das Allianz Gravel Race über 50km statt, am Start war Alain Gafner. Er fuhr ein sensationelles Rennen und gewann in der Kategorie Jugend.

 

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