, Rossner Larissa

Kevin Kuhn kämpfte um seinen Ersten Sieg bei der Elite

Ein erfolgreicher Renntag am Radquer Steinmaur – Gleich vier Erstplatzierungen, die Premiere für das Trikot des Schweizer Meisters der Masters Kategorie Silvio Büsser und eine Menge Adrenalin für die Fahrer und Betreuer. Eines geht auch in der etwas kuriosen Zeit nicht verloren: Das Herzblut fürs Radquer der Fahrer und Fahrerinnen des Veloclubs Eschenbach.

Radquer Steinmaur - Das Rennen, welches Kevin Kuhn seinen ersten Sieg in der Elite ermöglichte.

Bereits kurz nach Rennstart setzte sich an der Spitze eine Gruppe von fünf Fahrer, darunter die Schweizer Kuhn, Rüegg und Rouiller, ab. Taktisch überlegt fuhr Kuhn die ersten drei Runden etwas reduziert mit. "Ich wollte mich selbst schonen und meine Konkurrenten etwas leiden lassen", so Kuhn mit leicht neckendem Unterton. Sein Angriff erfolgte in der zweitletzten Runde. Seine Quer-Genossen wurden auf die Probe gestellt: Wer kann das Tempo halten? Abschütteln konnte Kuhn seine Verfolger nicht. Dies zwang ihn zu einem Taktikwechsel - Der Schlussprint wird das Rennen entscheiden. Und genau dieser gelang Kuhn mit Bravour. Kevin Kuhn brachte seinen ersten Sieg bei der Elite nach Hause. 

 

Neben Kuhn platzierten sich auch Jana Glaus bei den U17 Mädchen, Joya Bregg bei der Kategorie U13/U15 und Larissa Rossner in der Kategorie Cross für alle in der Wertung der Frauen auf dem Ersten Platz. 

 

Die Bedingungen am Renntag kamen Jana entgegen. Das Bike stand als Ersatzrad bereit und blieb dank durchdrückender Sonne und trocknendem Untergrund ungebraucht. Jana drückte von Anfang an aufs Gas und konnte gegenüber ihren Mitkonkurentinnen von Runde zu Runde einen grösseren Vorsprung rausfahren. Ein weiterer Sieg für die beeindruckend starke junge Fahrerin! 

 

Auch Andi Helbling war bei der Cross für alle am Start und platzierte sich stolz an fünfter Stelle. «Endlich konnte ich ein sauberes Rennen abliefern» so Helbling. Ob dies die erstmals montierten Collés ermöglichten? Im Ziel wurde diskutiert, wieviel Druck gefahren werden könnte und wie die Taktik für die nächsten Rennen aussehen werde. Kräfte einteilen sei geübt. Bei einem waren sich die Fahrer der Hobby Kategorie einig: Das Rennen war zu churz. Ob eine Lizenz die Lösung ist?

 

Dort wo Larissa in Zukunft mitfahren will, kämpfte Alessia sich über Wurzel und Wiese. «Meine Hoffnungen hatte ich klein gehalten, aber der Fortschritt gegenüber dem Rennen in Baden stellt mich zufrieden» so Alessia. Mit Start aus der hinteren Reihe verliefen die ersten drei Runden gut. Danach wurde gebissen und freudig Leid eingesteckt. Alessia platzierte sich schlussendlich auf Platz 27 unter den Elite Fahrerinnen. 

 

Auch Thierry Gafner musste einstecken. Die Kette seines Rades und er hatten verschiedene Pläne. Nach einem gelungenen Start kostete ihn im Verlauf des Rennens nicht etwa die Baumstämme im Wald sondern Material bedingte Schwierigkeiten einige kostbare Sekunden. «Die Kette riss mich etwas aus dem Rhythmus» meinte Thierry kopfschüttelnd im Ziel. Gegenüber den vergangenen Rennen fühlte er sich jedoch stärker. Den Kampf um den 15ten Platz liess er sich nicht entgehen. Letztendlich platzierte sich Thierry bei der Kategorie U19 auf Rang 17. 

 

Ebenfalls auf Rang 17 platzierte sich der Schweizer Meister Silvio Büsser unter den Fahrern der Kategorie Amateur/Masters. Nicht nur Radquer-Meister sondern auch ein Künstler der Tagesplanung. Ob er sich mit einem Rennen kurz vor Antritt einer Geschäftsreise die Spritzigkeit und Rennhärte holen kann, die er zur Zeit noch bemängelt? Das muss Leidenschaft sein!

 

Mit 9 Sekunden Abstand überquerte auch Marco Hässig (Rang 19) die Ziellinie. Betreut wurde er von Andreas Helbling, der sich vor dem Start noch wunderte, wo denn sein Fahrer geblieben sei. Hässig war wohl motiviert und bereits über alle Berge.

 

Für Simon Schnyder (Rang 34) und René Wittweiler (Rang 38) verlief das Rennen nicht nach Wünschen. Schnyder machten Rückenschmerzen einen Querstrich durch die Rechnung. Im Ziel auf der vermeintlich letzten Runde rief die Jury «Masters weiter fahren! Noch eine Runde.». Ein normalerweise gern gehörter Satz für Schnyder, doch nicht heute. Weder die Freude am Singlespeed noch die matschigen Passagen halfen ihm. Auch der Umgang mit Enttäuschung gehört zum Sport.

Wittweiler berichtete ebenfalls über einen schlechten Tag. «Kein Power, aber Spass auf dem Crosser", so Wittweilers Kommentar zum Rennen.

 

Bei der Kategorie U13/U15 reihten sich Joya Bregg (Rang 1), Mike Frischknecht (Rang 13) und Patrick Frischknecht (Rang 26) am Start ein und überquerten die Felder.  

 

Manchmal klappt es, manchmal nicht. Für Kevin Kuhn war das Rennen jedenfalls ein voller Erfolg!